Wildfleisch ein Hochgenuss aus der Natur

... dem haben sich Dr. Catharina Buchholz und Ingo Kittelmann versprochen.

In einer Zeit in dem das Ausmaß der intensiven Tierhaltung seiner Folgen für Umwelt, Ressourcen, Wirtschaft, Mensch und Tier immer deutlicher und uns immer bewusster wird, wollen wir den Markt für gesundes, natürliches und nachhaltiges Fleisch öffnen.

2020 wird der Wildbrethandel Schloss Eichicht mit dem Ziel gegründet, Wildbret überregional als echte Alternative gegenüber der in der Massenindustrie hergestellter Fleischwaren anzubieten.

Denn mit der intensiven Tierhaltung geht ein hoher Flächenverbrauch und damit verbunden zum Beispiel auch die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen, wie tropischen Regenwäldern, vor allem für den Anbau von Futtermitteln, einher. Hinzu kommt der hohe Wasserbedarf, Wasserverschmutzung sowie Emissionen von Treibhausgasen. Nicht zu vergessen sind auch die ethischen Aspekte, ein Tier allein des Verzehres wegen, in kürzester Zeit, möglichst effektiv und kostengünstig zu züchten, nicht artgerecht zu halten und ihm Stress und Angst vor dem Tode auszusetzen. Dies gilt vorrangig für die großen Industrien.


Wildfleisch entgegen entspringt der Natur und einem natürlichen Kreislauf, der sich aus dem Zusammenleben von Mensch und Tier ergibt. Kaum ein Jäger würde zur Jagd gehen, würde nicht das erlegte Tier durch die Weiterverwendung als Nahrungsmittel aufgewertet und geehrt werden.

Dabei ist der Jäger verpflichtet auf einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu achten. Nur unter Achtung von Schonzeiten, Tierschutzgesetzen und Einhaltung strenger Abschussrichtlinien ist der Jäger berechtigt überpopuliertes Wild der Natur zu entnehmen. Wird dieses Wild anschließend dem Verzehr für Menschen zugänglich gemacht, schließt sich der Kreislauf.

Gesunde Ernährung

Wildtiere können sich ungehindert frei bewegen, was sich in der Qualität des Muskelfleisches auswirkt.
Freilebende Wildtiere wählen ihre Nahrung aus dem breiten, in ihrem Lebensraum vorhandenen natürlichen Angebot aus Feld, Wald und Wiese.

Wildbret ist aufgrund seines hohen Anteiles an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und dem besonders günstigen Verhältnis von Omega-6- und Omega-3-PUFA (Mehrfach ungesättigte Fettsäuren; Polyunsaturated Fatty Acids) eine gesunde und empfehlenswerte Alternative zum Fleisch von Haustieren.

Das Muskelfleisch der Wildtiere enthält 59–69% ungesättigte Fettsäuren und bis zu 30% mehr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren als Rindfleisch.

Besonders die a-Linolensäure, eine essenzielle mehrfach ungesättigte ?-3-Fettsäure, findet sich in hohen Anteilen im Fleisch von Wildtieren

Das kritische Verhältnis der Omega-6- zu Omega-3- Fettsäuren ist im Wildbret bei den meisten Arten im von Ernährungsphysiologen empfohlenen Bereich von 5:1 oder darunter.

Da wir Menschen mit unserer typischen Ernährung viel zu wenig Linolensäure zu uns nehmen, ist der Konsum von Wildbret besonders zu empfehlen. Tatsächlich beträgt das Verhältnis aufgenommener ungesättigter Fettsäuren in der heutigen Nahrung jedoch meist 20:1.

Unteranderem rührt dies auch daher, dass die gängigen, im Handel erhältlichen Fleischsorten nur geringe Mengen ungesättigter Fettsäuren enthalten.

Durch die Art und Weise, wie Wildtiere natürlich aufwachsen, enthält ihr Muskelfleisch einen hohen Protein- und geringen Fettanteil.

Wildbret bietet bestens untersuchtes Fleisch!

Keine Radioaktivität

Infolge des Unfalles im Kernkraftwerk Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion kam es 1986 in Europa zu einer großflächigen, in der Intensität stark variierenden Kontamination mit radioaktiven Isotopen von Cäsium und Iod. Auch in Teilen Deutschlands wurden stellenweise sehr hohe Aktivitätswerte registriert. Nach nunmehr über 30 Jahren finden sich nur noch vereinzelt Überschreitungen des geltenden Höchstwertes von 600 Bq/kg im Wildbret. Dabei handelt es sich ausschließlich um Wildschweine aus den Waldgebieten, die 1986 stark oberflächlich kontaminiert wurden. Wildschweine nehmen mehr als andere Wildtiere unterirdisch wachsende Pilze wie z. B. Hirschtrüffel auf, welche radioaktive Nuklide scheinbar akkumulieren können (Cäsium-134 und Cäsium-137).

Heute zeigen sich die Messungen in den Proben üblicherweise weit unterhalb zulässiger Grenzwerte.

In Deutschland sind bestimmte Risikogebiete ausgewiesen. Wildschweine aus diesen Regionen werden von uns nur abgenommen, wenn eine unbedenkliche radiometrische Untersuchung für dieses Tier bescheinigt wird. Dazu werden genormte Proben in amtlichen Messstellen untersucht. Ein für Ihre Gesundheit gern erbrachter Aufwand!

Keine übertragbaren Krankheiten/ Parasiten

Wildtiere leben in der freien Natur. Hier werden sie weder tierärztlich untersucht, noch verabreicht man ihnen Antibiotika oder andere Medikamente.

Jeder Jäger jedoch hat mit dem Erwerb seines Jagdscheines auch die Sachkunde zur Begutachtung des Tieres auf mögliche bedenkliche Erkrankungen erworben. Der Jäger erkennt Merkmale, die darauf hindeuten, dass das Wild nicht verzehrfähig wäre. Diese Tiere kommen nicht in den Umlauf.

Unser Betrieb ist EU-Zertifiziert, d.h. jedes einzelne Stück Wild wird zusätzlich einer amtstierärztlichen Körperschau unterzogen.

Durch den Verzehr von rohem Fleisch (meist Schweinefleisch) besteht ein geringes Risiko die Trichinellose, eine parasitäre Erkrankung zu übertragen.

Daher muss zusätzlich das Muskelfleisch eines jeden einzelnen Wildschweins auf Trichinenbefall amtstierärztlich untersucht werden. Erst nach Negativtestung wird das Wildstück veterinärmedizinisch zum Verzehr freigegeben und von uns weiterverarbeitet.

Der Nachweis von Trichinen ist meldepflichtig. Zum Vergleich: 2018 gab es keine gemeldeten Fälle (Haus und Wildschweine gesamt!). Das Risiko ist demnach gering und eine Ansteckung durch unser Wildschweinfleisch auf Sie ausgeschlossen!!

Das Risiko anderer übertragbarer Krankheiten ist ebenfalls vernachlässigbar, wenn die gesetzlichen Bestimmungen und die Hygienestandards der Lebensmittelproduktion eingehalten werden. Und darauf könne Sie sich bei uns verlassen!

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Wildbret aufgrund seines hohen ernährungsphysiologischen Wertes, des geringen Fettgehaltes, des guten Geschmackes und der Nachhaltigkeit ein regelmäßiger Bestandteil unseres Speisezettels sein sollte!

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